Ich und die Angst

12. Juni 2011 Aus Von Lisa

Hallo, wie ihr schon wisst, heiße ich Antje und ich leide seit fast einem dreiviertel Jahr unter Angststörungen, daher ist das Thema für mich natürlich sehr sehr wichtig. Ich habe zwar selber keine Depressionen, aber trotzdem bin ich auch hier sehr interessiert, weil ich in meiner Familie einen Fall habe. Meine Tante ist jetzt seit über zwei Jahren schwer depressiv, sie musste schon viele Therapien machen und auch Medikamente nehmen, aber das hat alles nicht so wirklich geholfen. Sie kann auch nicht mehr arbeiten und ist seitdem immer nur zu Hause, wir glauben, dass es dadurch noch schlimmer wird. Anfangs war es besonders schlimm, sie wollte mit niemandem darüber reden und ihr war es peinlich, depressiv zu sein. Ich hatte davor noch nie Kontakt mit dieser Krankheit und musste mich erst mal informieren, was das überhaupt für Auswirkungen haben kann. Es hat die ganze Familie mit betroffen, wir alle wussten nicht, wie wir damit umgehen sollen. Ich fühle mich einfach unwohl, wenn ich mit ihr zusammen bin, ich habe immer Angst, dass ich was falsches sage oder tue und sie dann noch unglücklicher wird. Sie hat jetzt einen neuen Therapeuten und anscheinend versteht sie sich mit ihm ganz gut. Wir hoffen jetzt natürlich alle, dass sie Fortschritte machen wird, aber das geht wahrscheinlich nicht so schnell. Im Internet findet man so viele Informationen dazu, ich weiß gar nicht, was ich davon glauben kann und soll. Es wäre echt toll, wenn mir jemand ein paar Tipps geben könnte, wie ich mich verhalten soll und wie lange sowas dauern kann und so weiter. Ich mag meine Tante sehr und ich will sie jetzt nicht im Stich lassen, wenn es ihr so schlecht geht. Seitdem es mir selbst so schlecht geht, fällt mir der Kontakt noch schwerer, ich bin ohnehin immer verunsichert. Ich hoffe einfach, dass mir hier ein paar Leute schreiben, die mich verstehen können. Natürlich könnt ihr auch über eure Probleme schreiben, dann können wir uns gegenseitig helfen.